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KI-Recht im Hochschulkontext - Prüfungsrecht & gute wissenschaftliche Praxis

Diese Schulung beleuchtet den aktuellen Rechtsrahmen nach dem vollständigen Inkrafttreten wesentlicher Teile der EU-KI-Verordnung. 

Wir analysieren, warum Systeme zur Leistungsbewertung nun als Hochrisiko-KI gelten, wie die gesetzliche Pflicht zur Förderung von KI-Kompetenz (AI Literacy) operativ umgesetzt wird und welche Konsequenzen die aktuelle Rechtsprechung (u.a. VG Kassel, VG Hamburg etc.) für den Nachweis der Eigenständigkeit hat. Der Fokus liegt auf der Transformation von der reinen Kontrolle hin zu einer zukunftsorientierten, ethisch reflektierten Prüfungskultur.

Schwerpunkte:

  • KI-VO in der Praxis: Status quo der Risikoklassifizierung für Hochschulen; Compliance-Anforderungen für Betreiber von Hochrisiko-Systemen in der Bildung
  • Gesetzliche KI-Kompetenz: Umsetzung der rechtlichen Verpflichtung zur Schulung von Personal und Studierenden gemäß Art. 4 KI-VO
  • Transparenz & Kennzeichnung: Anwendung des neuen Verhaltenskodex (Code of Practice); Einsatz der offiziellen EU-Icons für KI-generierte Inhalte
  • Prüfungsrecht 2.0: Rechtssicherer Umgang mit Täuschungsverdacht ohne unzuverlässige Detektoren; Fokus auf das Klärungsgespräch und prozessorientierte Prüfungsformate
  • Gute wissenschaftliche Praxis (GWP): GWP als „normativer Anker“; die aktuellen DFG-Leitlinien
  • Automatisierung & Recht: Grenzen der automatisierten Prüfungsbewertung (Art. 22 DSGVO) und das Recht auf eine menschliche Beurteilung

Relevante Gesetze & Normen:

  • KI-Verordnung bzw. AI-Act: Insbes. Art. 4 (KI-Kompetenz), Art. 5 (Verbotene Praktiken wie Emotionserkennung), Art. 6 i.V.m. Anhang III (Hochrisiko-KI in der Bildung) sowie Art. 50 (Transparenzpflichten).
  • DSGVO: Fokus auf Art. 22 (Schutz vor automatisierten Einzelfallentscheidungen).
  • Landeshochschulgesetze: Regelungen zur proctoringgestützten Fernprüfung und zur Datenverarbeitung für Täuschungskontrollen.
  • Urheberrechtsgesetz (UrhG): Text and Data Mining (TDM) und die Kennzeichnung von KI-gestützten Eigenleistungen.
  • DFG-Kodex: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis
  • Verhaltenskodex zur Transparenz: Die im Juni 2026 veröffentlichten praktischen Maßnahmen der EU-Kommission zur Kennzeichnung synthetischer Inhalte
Uhrzeit 10:00 - 11:30
Ort
ZOOM
Anmeldungenbis 14. Dezember 2026 12:00 Uhr 50 freie Plätze verfügbar
Anmeldung wird geprüft

Detailinformationen

Veranstaltungsort:

Als virtuellen Lernort werden wir ZOOM nutzen. Der ZOOM-Link wird einen Tag vor Schulungsbeginn bis 13:00 Uhr versendet.

Wenn Sie Zoom zum ersten Mal nutzen, ist der folgende Link hilfreich. Dort finden Sie Informationen zu Apps, Downloads und ersten Schritten: https://support.zoom.com/hc/de/getting-started?id=getting_started

Sie können sich über eine Desktop App, Smartphone / Tablet App einwählen.

Hinweis

Um die Anmeldung zu aktivieren, müssen Sie den nachfolgenden Hinweis bestätigen/akzeptieren.

Referent*in

Jens O. Brelle
MMKH
HOOU

Ihr Ansprechpartner
Jan von Roth

Leitung der Medienproduktion / MMlab